Fusion von San Nazarro

Die Gemeinde San Nazarro entstand im Jahre 1930 aus einer Fusion der beiden Gemeinden Vairano und Casenzano. Dass die Gegend bereits zur Zeit der Römer besiedelt war, belegen römische Gräber, Münzen und Tongefäße. Bis zum 24. April 2010 war San Nazarro eine politisch selbstständige Gemeinde. San Nazarro befindet sich im Schweizer Kanton Tessin, im Bezirk Locarno, am Südufer des Lago Maggiore. Zusammen mit den acht Gemeinden Caviano, Contone, Gerra, Vira, Magadino, Indemini, Piazzogna und Sant’Abbondio, die sich alle am Südufer des Lago Maggiore befinden, sollte San Nazarro zur Gemeinde Gambarogno zusammengeschlossen werden. Die Fusion wurde am 25. November 2007 beschlossen. Die Stimmberechtigten von San Nazarro waren mehrheitlich gegen die Fusion, während die Stimmberechtigten der acht übrigen Gemeinden der Fusion zustimmten. Pro Gemeinde stimmten 66 % bis 84 % der Stimmberechtigten der Fusion zu, während in San Nazarro 60 % der Stimmberechtigten mit Nein stimmten. Aufgrund eines Parlamentsentscheids wurde die Fusion am 23.06.2008 wie geplant beschlossen. San Nazarro legte dagegen beim Bundesgericht Beschwerde ein. Die Beschwerde wurde abgelehnt. San Nazarro musste sich der Mehrheit beugen. Die Fusion erfolgte am 25. April 2010.

Von der Fusion erhofften sich die Gemeinden verschiedene Vorteile. Neben einem geringeren Verwaltungsaufwand hoffte man auf eine bessere Zusammenarbeit und Koordination im Tourismussektor, denn der Tourismus spielt aufgrund des Lago Maggiore und der reizvollen Landschaft eine wichtige Rolle. In San Nazarro und den anderen Gemeinden, die inzwischen zur Gemeinde Gambarogno gehören, befinden sich viele Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und andere touristische Einrichtungen. Aufgrund der besseren Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die sich mit der Fusion ergeben, wird ständig an der Verbesserung der Angebote für Touristen gearbeitet.

Alle Gemeinden, die zur Gemeinde Gambarogno zählen, bieten verschiedene Sehenswürdigkeiten. Der Kern der Gemeinde ist Vira, das zusammen mit Gerra bereits vor der Fusion zu Gambarogno gehörte. In Vira kann der historische Ortskern mit gut erhaltenen Häusern und schmalen Gässchen besichtigt werden.